Mitreden zu können, ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem in Technologenkreisen, wo oft und gerne komplizierte Fachwörter verwendet werden. Durch die Fachsprache setzt sich der vermeintlich Wissende vom Nichtwissenden ab und demonstriert, was für ein schlaues Kerlchen er ist. Jeder kann das. Auch Sie, wenn Sie üben. Und dann kommt es natürlich darauf an, dass Sie Ihre neuen Wörter ganz beiläufig und lässig ins Gespräch einbinden.
Zum Beispiel: Ubiquitous Computing. Wer das ungefähr so als „yübikwitos kompyüting“ aussprechen kann, braucht fast nicht mehr wissen, was es bedeutet. Gemeint ist die Allgegenwärtigkeit der Informationsverarbeitung im Alltag. Der Begriff wurde schon 1988 in den USA geprägt, inzwischen wird die Vision greifbar: die Vernetzung beliebiger Dinge. RFID gilt dafür als Schlüsseltechnologie. Es geht übrigens noch expertiger, sagen Sie einfach Ubicomp. Oder Object Hyperlinking oder Pervasive Computing oder was Sie wollen.
Erzählen Sie das beliebte Beispiel vom Türknauf, der Pakete annimmt und den Hund hereinlässt, aber nicht noch sechs andere Hunde aus der Nachbarschaft und der weiß, dass man zu Hause ist.
Ambient Intelligence ist übrigens auch richtig, ist aber andersherum gemeint. Während Ubicomp davon ausgeht, dass die elektronische Datenverarbeitung in den Alltag integriert wird, soll bei Ambient Intelligence die Lebens- und Arbeitsumgebung mit intelligenten Funktionen erweitert werden.
Und schon klingen Sie so intelligent, wie es die Gegenstände erst noch werden sollen.
Rubrik: Forschung und Entwicklung
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