Das Herzstück der RFID-Technologie ist ein winziger Computerchip mit Antenne. Dieser wird in ein Trägerobjekt integriert, zum Beispiel in ein Klebeetikett oder eine Plastikkarte. Auf dem Chip ist in der Regel ein Nummerncode gespeichert. Damit werden Informationen verschlüsselt, die in einer Datenbank hinterlegt sind. So enthält jeder Gegenstand mit dem Chip eine unverwechselbare Identität. Und kann jederzeit gefunden werden.
Gegenüber herkömmlichen Techniken wie dem Barcode hat RFID viele Vorteile: Daten können berührungslos und ohne Sichtkontakt in Echtzeit erfasst werden. Die Chips sind unempfindlich gegen Schmutz und Beschädigungen. Viel mehr Daten können auf ihnen gespeichert werden.
Grundsätzlich geht es bei RFID immer um das Kennzeichnen und Identifizieren von Objekten Und so funktioniert es ganz genau: RFID-Systeme bestehen aus drei Elementen: dem Chip (auch Transponder genannt), der ein Objekt eindeutig kennzeichnet, einem Lesegerät, das den auf dem Chip gespeicherten Zahlencode ausliest und einem IT-System, das die vom Lesegerät übertragenen Daten entschlüsselt und mit bereits hinterlegten Informationen abgleicht
Dazu ein Beispiel: Eine Eintrittskarte für ein Fußballspiel ist mit einem RFID-Chip ausgestattet. Am Stadioneingang wird das Ticket von einem Kontrolleur mit einem Lesegerät gelesen. Und kann so durch das entsprechende IT-System mit den entsprechenden Käuferangaben abgeglichen werden.
Können Informationen durch den berührungslosen Datenaustausch via Funk auch ohne Zustimmung erhoben werden? Nein. Wann immer personenbezogene Daten erhoben werden, greift das Bundesdatenschutzgesetz. Wer zum Beispiel im Fitnessclub eine Kundenkarte mit einem RFID-Chip hat, muss ausdrücklich genehmigen, dass seine Daten gespeichert werden. Eine solche Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
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